Über uns

Die Initiative

Im Frühjahr 2008 haben sechs Personen aus dem Verkehrsbereich die Initiative Deutschland-Takt gegründet, im Laufe der Zeit sind weitere Bürgerinnen und Bürger hinzugekommen. Sie alle möchten erreichen, dass das Bahnfahren attraktiver wird und mehr Menschen dieses umweltfreundliche Verkehrsmittel nutzen
Die Initiatoren lassen sich dabei von den  positiven Erfahrungen im Schienenpersonennahverkehr leiten:  Abgestimmte Verkehrsangeboten führen zu  erheblichen und nachhaltigen Steigerungen der Fahrgastzahlen. Ihr Ziel ist daher die Einführung eines integralen Taktfahrplans für den gesamten öffentlichen Verkehr in Deutschland – der Deutschland-Takt. Der Güterverkehr wird dabei als integrierter Bestandteil des Verkehrsnetzes gesehen:
Im ersten Schritt soll erreicht werden, dass eine vorbehaltlose und qualifizierte Prüfung über die Machbarkeit eines Deutschland-Taktes durch die Bundesregierung und die Bundesländer erfolgt.

Hans Leister

Hans Leister war 1991-1994 als Projektleiter auf Seiten des Landes Brandenburg für die Konzeption des Regionalverkehrs Berlin-Brandenburg tätig. 1994-2000 Regionalbereichsleiter DB Regio und DB-Konzernbeauftragter für Brandenburg. Wechsel zum Wettbewerber Connex (heute Veolia), ab 2006 Aufbau der deutschen Präsenz von Keolis. 2013/2014 Tätigkeit als Bereichsleiter für Nahverkehrs- und Qualitätsmanagement beim Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, seit April 2014 General Director Passenger Services, Europe, der Railroad Development Corporation, dem Mutterunternehmen des Hamburg-Köln-Express (HKX). Hans Leister ist seit 1971 SPD-Mitglied, seit 1994 Mitglied von Transnet/EVG und seither auch politisch in der Bahndiskussion engagiert.

Karl-Peter Naumann

Karl-Peter Naumann, vom Hauptberuf Dipl.-Chemiker und lange Zeit in der Biotechnologie-Branche tätig, engagiert sich seit mehr als 30 Jahren für den Öffentlichen Verkehr aus Sicht der Fahrgäste, die als Kunden und nicht als Beförderungsfälle angesehen werden wollen. Von 1996 bis 2012 war er Vorsitzender des Fahrgastverbands PRO BAHN, wo er nun zum Ehrenvorsitzenden gewählt wurde. Seit 2014 leitet er ein Projekt des Fonds soziale Sicherung zur subjektiven Sicherheit im Bahnverkehr. Hier geht es um die gefühlte und reale Sicherheit von Bahn-Personal wie auch von Fahrgästen.Darüber hinaus ist er im Vorstand der Allianz pro Schiene und in verschiedenen Beiräten für die Interessen der Fahrgäste tätig. Sein wichtigstes Ziel ein attraktiver Bahnverkehr für alle im Deutschland – Takt.

Bernhard Wewers

 Bernhard Wewers ist stellvertretender Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs (BAG-SPNV) und Geschäftsführer der LVS Schleswig-Holstein. Nachdem in den vergangenen Jahren die Themen Finanzierung und Organisation des Nahverkehrs im Vordergrund standen, erhofft Bernhard Wewers sich vom Projekt Deutschland-Takt eine neue Diskussion über einen besseren Bahnverkehr.

Andresa Schulz

 Andreas Schulz ist bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft als Abteilungsleiter Planung u.a. für die Fahrplangestaltung des Regional- und S-Bahnverkehrs in ganz Bayern zuständig. Anfang der 90er Jahre war er bei der Deutschen Bundesbahn Projektleiter für die Einführung der ersten Pilotprojekte von Integralen Taktfahrplänen im Nahverkehr. Bayern ist als großes Bundesland besonders stark vom Rückzug des Fernverkehrs und der Inaktivität des Bundes als Aufgabenträger für den Fernverkehr betroffen. So zog sich der Fernverkehr aus den Relationen München-Regensburg-Leipzig, München/Nürnberg-Prag, München-Oberstdorf, Nürnberg-Dresden, Stuttgart-Würzburg-Erfurt, Lindau-Stuttgart und zuletzt Augsburg-Nürnberg zurück. Weitere Rückzugsmaßnahmen, insbesondere Augsburg-Würzburg, sind für die nächsten Jahre bereits angekündigt. Ein schlüssig abgestimmter Integraler Taktfahrplan wird darüber hinaus durch Tarifdifferenzierungen zwischen Fern- und Nahverkehr erheblich erschwert.

Heidi Tischmann

 Heidi Tischmann ist von 2003 bis 2016 Referentin für Verkehrspolitik beim Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD). Eines ihrer politischen Betätigungsfelder ist der Schienenverkehr. Sie kritisiert, dass sich die Diskussionen in diesem Bereich in den vergangenen Jahren fast ausschließlich auf die verschiedenen Privatisierungsvarianten der DB AG beschränkten. Sie ist Mitinitiatorin der Initiative „Deutschland-Takt“, weil sie davon überzeugt ist, dass Entwicklung und Einführung eines Integralen Taktfahrplans die Grundvoraussetzungen für die Attraktivität des Angebotes im Schienenpersonenverkehr sind.