Pressemitteilungen
Weichenstellung für mehr Verkehr auf der Schiene

 Berlin, 29. April 2009 

Eine Verdopplung der Fahrgastzahlen auf der Schiene in zehn Jahren – das ist das ehrgeizige Ziel der Initiative Deutschland-Takt. Was ist hierfür zu tun? Es muss ein abgestimmter Fahrplan für den gesamten Personenverkehr – vom ICE bis zum Nahverkehr – entwickelt werden. Die Planung der Infrastruktur muss vom Kopf auf die Füße gestellt werden: Heute wird zuerst die Strecke gebaut und danach der Fahrplan gemacht – in Zukunft soll zuerst der optimale Fahrplan konzipiert werden und dann passgenau darauf die Infrastruktur entwickelt werden. Weiterer Vorteil: Schnelle Fahrplantrassen für den Güterverkehr können mit der notwendigen Kapazität gleich mit berücksichtigt werden. 

Seit der Bahnreform sind die Fahrgastzahlen auf der Schiene um 55 % gestiegen. Das ist ein großer Erfolg – doch es ist noch mehr machbar. Im Nahverkehr betrug diese Steigerung weit über 50 %, während der Fernverkehr 20 % seiner Fahrgäste verloren hat. Der Nahverkehr hat diesen Erfolg meist durch ein einfaches Rezept erreicht: Die Züge fahren an sieben Tagen in der Woche von früh bis spät im Taktverkehr. An den Knotenbahnhöfen bestehen innerhalb kurzer Zeiten Anschlüsse an andere Züge und Busse. Mit diesem „Integralen Taktfahrplänen“ wurden in vielen Bundesländern große Erfolge erzielt. Dieses Erfolgsrezept will die Initiative Deutschland-Takt auf den gesamten Personenverkehr übertragen. Alle wichtigen Städte Deutschlands sollen mindestens im Stundentakt im Schnellverkehr auf der Schiene angebunden werden. Dieses bundesweite Schnellverkehrsnetz im Stundentakt soll mit den bestehenden Taktfahrplänen im Nahverkehr so verknüpft werden, dass kurze Anschlüsse hergestellt werden. Flankiert wird dieses Netz durch einen passfähigen Ausbau der Infrastruktur. Optimale Anschlüsse entstehen, wenn die Fahrzeiten zwischen zwei Anschlussbahnhöfen entweder 30, 60, 90 usw. Minuten betragen. Ein Beispiel: Die Neubaustrecke Nürnberg – Erfurt wird nach aktuellen Plänen so gebaut, dass die Züge 70 Minuten unterwegs sind. Folge ist, dass entweder in Nürnberg oder Erfurt Anschlüsse verpasst werden. Für die Anschlüsse besser wäre eine Fahrzeit von 60 oder 90 Minuten. Notwendig ist daher ein langfristiger Infrastrukturplan mit Anschlussbahnhöfen und Ziel-Fahrzeiten. Der Clou dabei: Die Güterzüge können bei dieser Planung gleich optimal berücksichtigt werden und müssen nicht hinter Personenzügen herbummeln. Die Inbetriebnahme des Deutschland-Taktes könnte in mehreren Stufen erfolgen. In einer ersten Stufe könnte bereits kurzfristig das Schnellverkehrsnetz mit bestehenden Fahrzeugen verdichtet werden. In weiteren Stufen könnten dann Anschlüsse optimiert und Infrastrukturausbauten angepasst werden. Notwendig wäre in jedem Fall, dass seitens der Bundespolitik die entsprechenden bahnpolitischen Vorgaben gemacht werden. Michael Gehrmann, Bundesvorsitzender des VCD:„Fahrgäste profitieren mehrfach vom Deutschland-Takt: Weil alle Züge immer zur selben Minute abfahren, müssen sie sich nur noch eine einzige Abfahrtszeit merken, beim Umsteigen entfallen lange Wartezeiten, es gibt einen einheitlichen Deutschland-Tarif für alle Bahnreisen und auch die BahnCards gelten dann in allen Zügen des Nah- und Fernverkehrs“ Arnd Schäfer, Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft der Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehr (BAG-SPNV):„100 Prozent mehr Fahrgäste auf der Schiene ist keine Utopie. Die Besteller im Nahverkehr haben in den letzten Jahren bewiesen, dass man durch verlässliche Taktfahrpläne und gute Anschlüsse die Fahrgastzahlen verdoppeln kann. Dieses Erfolgsrezept müssen wir nun auf den gesamten Verkehr auf der Schiene übertragen.“ Hans Leister, Vizepräsident Mofair„Der Nutzeffekt von Investitionen in das Netz kann entscheidend gesteigert werden, wenn erst der Fahrplan erstellt und dann gebaut wird. Das wird in der Schweiz, in den Niederlanden und auch in Frankreich inzwischen mit Erfolg berücksichtigt. Oft bringen auch kleine Maßnahmen zur Kapazitätserhöhung und Beschleunigung mehr als Großprojekte und Neubaustrecken.“ 

Die Initiative Deutschland-Takt wird von Experten der Bahnbranche getragen und von mehreren Institutionen (u. a. BAG-SPNV, Pro Bahn, VCD, Netzwerk Privatbahnen) unterstützt.

Siehe auch www.deutschland-takt.de  

Kontakt: Arnd Schäferc/o BAG-SPNV, Hardenbergplatz 2, 10623 BerlinTel.: 030 / 25 414 240, 0171 / 219 33 79Fax: 030 / 59 00 21 29, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können  

Almut Gaude, VCD-Pressesprecherin, Tel.: 030/280351-12, Fax: 030/280351-10, Mobil 0171/6052409, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können , www.vcd.org

 
Pro Bahn fordert Änderungen der Investitionspolitik zum Schienenwegeausbau

PRO BAHN: Pressemitteilung vom 2. Februar 2009

Pendler und Bahnreisende müssen auf Anordnung der EU Containerzügen Platz machen:
Fahrgastverband PRO BAHN fordert Änderung der Investitionspolitik zum Schienenwegeausbau und Beseitigung der Engpässe

Der Fahrgastverband PRO BAHN befürchtet erhebliche Einschnitte im Reisezugverkehr auf Bahnstrecken, die die EU für den internationalen Güterverkehr freimachen will. "Wenn der von der EU-Kommission vorgelegte Entwurf der "Verordnung zur Schaffung eines europäischen Schienennetzes für einen wettbewerbsfähigen Güterverkehr" in geltendes EU-Recht umgesetzt wird, wird das zur Folge haben, dass die Reisezüge im Fern- und Nahverkehr nicht mehr im Takt fahren, dass sie unpünktlicher fahren und dass sie an die Seite fahren müssen, wenn verspätete Güterzüge auftauchen," beurteilt der PRO BAHN-Bundesvorsitzende Karl-Peter Naumann die Situation. "Das bedeutet einen schwer merkbaren Fahrplan und nicht mehr funktionierende Anschlüsse und damit einen schweren Schaden an der Zuverlässigkeit und am Image des Reisezugverkehrs."

Verantwortlich dafür sind unzureichende Kapazitäten auf vielen Abschnitten des Schienennetzes. "Besonders betroffen sein werden S-Bahnen rund um Hannover, Leipzig, Frankfurt, Nürnberg, Stuttgart und anderen Zentren, wo Güterzüge und Reisezüge in dichter Folge auf dem gleichen Gleis fahren müssen," berichtet Naumann. "Großprojekte für den Hochgeschwindigkeitsverkehr mit zweifelhaften Kosten-Nutzen-Verhältnis haben verhindert, dass genügende Kapazitäten für Güterzüge geschaffen wurden. In vielen Zentren werden jetzt auf stark befahrenen Strecken zusätzliche Gleise benötigt, weil die EU ihre Vorfahrt erzwingt."

"Viel zu lange ist die Zunahme des Schienengüterverkehrs von der Politik außen vor gelassen worden, weil prestiegeträchtige Neubauprojekte in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen und mit deren Realisierung begonnen wurde", betont Marcel Drews, Mitglied im PRO BAHN-Bundesvorstand.

Daher ist PRO BAHN Mitinitiator der Initiative "Deutschland-Takt", bei dem sich verschiedene Persönlichkeiten aus Verbänden und Politik zusammengeschlossen haben und sich dafür engagieren, dass dieses Modell auch für Deutschland Wirklichkeit wird", erklärt Naumann einen Lösungsweg, dem ein langfristiger Planungsansatz zugrunde gelegt werden muss. "Die Schweiz hat vorgemacht, dass ein Integraler Taktfahrplan für den Personen- und Güterverkehr mit kleineren, finanzierbaren Baumaßnahmen möglich ist. Ein Blick auf die Statistik zeigt den Erfolg: die Schweizer sind Weltmeister im Bahnfahren."

"Bund und Länder sind daher aufgefordert, ein Gesamtkonzept maßgeschneiderter Projekte vorzulegen. "Bei Fachleuten der Deutschen Bahn gibt es bereits Ansätze dafür. Beispielsweise möchten sie die bisher kaum verfolgte Elektrifizierung Hof-Regensburg zeitnah realisieren, um andere Nord-Süd-Strecken zu entlasten. Die Fachebene muss endlich bei Vorstand und Politik Gehör finden," verdeutlicht Drews die Notwendigkeit raschen Handelns. "Wenn mehr Güterzüge durch die Oberpfalz fahren, dann profitieren Pendler in Hannover, Frankfurt und Nürnberg davon."

Verantwortlich/Kontakt:

Karl-Peter Naumann, 0172-2673784
Marcel Drews, 0172-3617193
Rainer Engel 0173-5454559

 

 
SPD-Konzept schafft entscheidende Voraussetzungen für den Deutschland-Takt

Initiative Deutschland-Takt begrüßt einige richtungsweisende Ergebnisse der SPD-Arbeitsgruppe zur DB-Privatisierung

Berlin, 17. April 2008 

Die Initiative „Deutschland-Takt“ begrüßt wichtige Passagen in dem Ergebnispapier der SPD-Arbeitsgruppe zur Bahn-Privatisierung, die die Grundlage dafür schaffen können, einen „Deutschland-Takt“ als abgestimmtes und vertaktetes Angebot im Schienenpersonenverkehr zu entwerfen. 

In diesem Papier wird auf wichtige Kriterien abgehoben, die für die SPD bei der Umsetzung der Reformziele entscheidend sind: Der Bund dürfe in der Wahrnehmung seiner Eigentumsrechte nicht eingeschränkt werden. Er müsse die Verantwortung für die Ausgestaltung der Daseinsvorsorge behalten, um seinen im Grundgesetz fixierten Auftrag gerecht zu werden. Zu den Kernaufgaben, zu denen private Investoren keinen Zugriff haben dürfen, gehöre nicht nur die Infrastruktur, sondern auch die Sicherstellung eines Personennah- und Fernverkehrs mit vernünftiger Vertaktung.

Weiterhin wird bei der Vorstellung des SPD-Strukturmodells festgehalten, dass zur Sicherung der grundgesetzlichen Daseinsvorsorge im Rahmen des Privatisierungsprozesses die Aufrechterhaltung des Regionalverkehrs und die Vertaktung mit dem Fernverkehr vertraglich sichergestellt werden müssen.
 

Eine solche vertragliche Sicherstellung des Fernverkehrs und dessen Vertaktung mit den von den Ländern bestellten Regionalverkehrsleistungen sind genau die Kernforderungen der Initiative „Deutschland-Takt“. Nur wenn die staatliche Daseinsvorsorge auch eine angemessene und mit dem Regionalverkehr vertaktete Fernverkehrsbedienung sicherstellt, ist ein abgestimmtes Angebot im Regional- und Fernverkehr erreichbar.

Aus einem integrierten Regional- und Fernverkehrstakt in Form eines „Integralen Taktfahrplans“ ergeben sich dann auch die entsprechenden Anforderungen an die Infrastruktur, die einen zielgerichteten Ausbau und eine effektive Nutzung der Investitionsmittel unter zusätzlicher Berücksichtigung der Anforderungen des Güterverkehrs ermöglichen. Das Schweizer Beispiel zeigt, welche guten Resultate mit diesem Vorgehen für Personen- und Güterverkehr auf der Schiene und den öffentlichen Verkehr insgesamt erreicht werden können. 

Die Initiative Deutschland-Takt, getragen von Fachleuten des Schienenverkehrs, ist Anfang April 2008 erstmals an die Öffentlichkeit gegangen und hat ihr langfristiges Ziel eines Integralen Taktfahrplans für den öffentlichen Verkehr in Deutschland auf Schiene und Straße vorgestellt.

Für die Initiative Deutschland-Takt:
 

Bernhard Wewers
Präsident BAG SPNV und Geschäftsführer LVS 

Karl-Peter Naumann
Pro Bahn

Heidi Tischmann
VCD 

Hans Leister
Geschäftsführer eines Eisenbahnverkehrsunternehmens 

Initiative Deutschland-Takt
c/o BAG SPNV
Hardenbergplatz 210623 Berlin
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Tel. 030 5900 2127 

 

 
Initiative Deutschland-Takt fordert deutschlandweiten Taktfahrplan

Nahverkehr der Länder und Fernverkehr sollen besser abgestimmt werden

Initiative erhofft sich Fahrgaststeigerung wie in der Schweiz 

 
Berlin, 07. April 2008
 
Die Initiative Deutschland-Takt fordert einen deutschlandweiten Taktfahrplan für den
Nah- und Fernverkehr. Ähnlich wie in der Schweiz erwartet die Initiative deutliche
Fahrgastzuwächse, wenn der Nahverkehr der Bundesländer und der Fernverkehr
besser miteinander verzahnt würden. Die Initiative hat heute in Berlin Ihre Aktivitäten
vorgestellt und die Internet-Seite „www.deutschland-takt.de" freigeschaltet.
 
In der Initiative Deutschland-Takt haben sich Fachleute des Schienenverkehrs
zusammengefunden, um die Idee eines integralen Taktfahrplans für ganz
Deutschland voranzubringen. Einer der Initiatoren ist Bernhard Wewers, Präsident
der BAG-SPNV: „Trotz beachtlicher Investitionen in die Infrastruktur sind wir weit
davon entfernt, das Fahrgastpotenzial abzuschöpfen. In der Schweiz fahren die
Bürgerinnen und Bürger bedeutend häufiger mit öffentlichen Verkehrsmitteln als in
Deutschland. Wir brauchen den Deutschland-Takt als durchgehendes System für
den öffentlichen Verkehr, um mehr Fahrgäste zu gewinnen." 
 
Der Deutschland-Takt biete, so die Initiatoren, für Fahrgäste beste Anschlüsse und
gute Verbindungen, habe aber auch noch andere Vorteile: Der Infrastrukturausbau
könne gezielt erfolgen. Anders als beim Straßenverkehr werde bei der Eisenbahn mit
dem Bau oder Ausbau der Infrastruktur das Betriebsprogramm weitgehend
festgelegt. Daher müsse man beim Bau genau wissen, welcher Fahrplan später
gelten solle. Mit der Festlegung eines langfristigen Fahrplankonzepts könne
umgekehrt der Ausbau der Infrastruktur gezielt und wirtschaftlich sinnvoll erfolgen.
 
Vorbild ist die Schweiz, wo vor über 20 Jahren ein Fahrplankonzept „Bahn 2000" als
Grundlage für ein Ausbauprogramm festgelegt wurde. Seit dem Jahr 2005 ist der
Integrale Taktfahrplan nach diesem Konzept komplett umgesetzt, mit weiteren
sensationellen Fahrgaststeigerungen von bereits hohem Niveau aus. Auch die
konsequente Einbindung des Busverkehrs hat dazu wesentlich beigetragen. 
Anders bisher in Deutschland, so Bernhard Wewers: „Zwar gibt es in mehreren
Bundesländern im Regionalverkehr bereits weitgehend vertaktete Züge, die nach
den Grundsätzen des Taktfahrplans verkehren. Auch der Fernverkehr der DB AG
fährt überwiegend im Takt, eine echte Abstimmung zwischen Fern- und Nahverkehr
sowie zwischen den Taktfahrplänen der einzelnen Bundesländer fehlt jedoch. Der
Streckenausbau wird überwiegend noch ohne Berücksichtigung der später zu
fahrenden Fahrpläne geplant."
 
Die Initiative will eine Diskussion über die verkehrspolitische Zielsetzung im
Schienenpersonenverkehr in Deutschland in Gang setzen. Wichtiges Mittel dabei ist
die Internet-Seite www.deutschland-takt.de, über die Meinungen und
Diskussionsergebnisse verbreitet werden sollen. 
 
Zu den Gründern der Initiative Deutschland-Takt gehören neben Vertretern der
Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs der Fahrgastverband Pro Bahn,
der Verkehrsclub Deutschland (VCD) sowie Privatpersonen, die als Geschäftsführer
und Vorstände von Eisenbahnverkehrsunternehmen tätig sind.
 
 
 
Für die Initiative Deutschland-Takt:
 
Bernhard Wewers
Präsident BAG SPNV und Geschäftsführer LVS
 
Karl-Peter Naumann
Pro Bahn
 
Heidi Tischmann
VCD
 
Hans Leister
Geschäftsführer Keolis
 
Arnd Schäfer
Geschäftsführer BAG SPNV
 
Andreas Schulz
Abteilungsleiter Planung der BEG 
 
Dellmann begrüßt Initiative „Deutschland-Takt"

Heute hat sich in Berlin die Initiative „Deutschland-Takt" gegründet. Infrastrukturminister Reinhold Dellmann begrüßt die Initiative und unterstützt ihre Ziele.

Dazu Infrastrukturminister Reinhold Dellmann in Potsdam: „Ich begrüße die Zielstellungen der Initiative „Deutschland-Takt" als einen wichtigen Beitrag im Rahmen der Diskussion um ein zukunftsfähiges Schienenverkehrsangebot in Deutschland. Der Infrastrukturausbau muss gezielt an einem langfristig angestrebten Fahrplankonzept ausgerichtet sein, das bringt mehr Kundennutzen im Verhältnis zu den eingesetzten Investitionsmitteln. Auf Landesebene sind die Nahverkehrspläne sowohl Grundlage für die Bestellung von Nahverkehrsleistungen als auch Basis für die Infrastrukturforderungen und -förderungen der Länder.  Eine größere Verbindlichkeit von Bundesplanungen für die Gestaltung des Fernverkehrs wird von den Ländern seit vielen Jahren gefordert. Die Ziele der Initiative sind aus meiner Sicht völlig unabhängig von der Diskussionen zur Fortsetzung der Bahnreform zu betrachten."

Schienenverkehrsfachleute haben sich in der Initiative „Deutschland-Takt" zusammengefunden. Sie wollen die Idee eines integralen Taktfahrplans für ganz Deutschland voranzubringen. Ein solches Fahrplansystem böte für den Fahrgast beste Anschlüsse und gute Verbindungen. Als weiterer Vorteil wurde auf der Gründungsveranstaltung der gezielte Ausbau der Infrastruktur durch Festlegung eines langfristigen Fahrplankonzepts genannt.

Vorbild ist nach Angaben der Initiative die Schweiz, wo vor über 20 Jahren ein Fahrplankonzept „Bahn 2000" als Grundlage für ein Ausbauprogramm festgelegt wurde. Seit dem Jahr 2005 ist der Integrale Taktfahrplan nach diesem Konzept komplett umgesetzt, mit weiteren sensationellen Fahrgaststeigerungen von bereits hohem Niveau aus. Auch die konsequente Einbindung des Busverkehrs hat dazu wesentlich beigetragen.

 

Ministerium für Wirtschaft 

Henning-von-Tresckow-Str. 2-8
14467 Potsdam

Pressesprecher Egbert Neumann
Tel.:     (03 31) 8 66 – 80 06
    (03 31) 8 66 – 80 07
Fax:     (03 31) 8 66 – 83 58
Internet:     www.mir.brandenburg.de
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Potsdam, 07.04.2008

 

 
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