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Im Frühjahr 2008 haben sechs Personen aus dem Verkehrsbereich die Initiative Deutschland-Takt gegründet. Sie alle möchten erreichen, dass das Bahnfahren attraktiver wird und mehr Menschen dieses umweltfreundliche Verkehrsmittel nutzen. Geleitet von den guten Erfahrungen im Schienenpersonennahverkehr mit aufeinander abgestimmten Verkehrsangeboten und einer damit zusammenhängenden Steigerung der Fahrgastzahlen ist ihr Ziel die Einführung eines integralen Taktfahrplans für den gesamten öffentlichen Verkehr in Deutschland – den Deutschland-Takt.
Im ersten Schritt soll erreicht werden, dass eine vorbehaltlose und qualifizierte Prüfung über die Machbarkeit eines Deutschland-Taktes durch die Bundesregierung und die Bundesländer erfolgt.
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Heidi Tischmann ist seit 2003 Referentin für Verkehrspolitik beim Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD). Eines ihrer politischen Betätigungsfelder ist der Schienenverkehr. Sie kritisiert, dass sich die Diskussionen in diesem Bereich in den vergangenen Jahren fast ausschließlich auf die verschiedenen Privatisierungsvarianten der DB AG beschränkten. Sie ist Mitinitiatorin der Initiative "Deutschland-Takt", weil sie davon überzeugt ist, dass Entwicklung und Einführung eines Integralen Taktfahrplans die Grundvoraussetzungen für die Attraktivität des Angebotes im Schienenpersonenverkehr sind.
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Bernhard Wewers ist stellvertretender Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs (BAG-SPNV) und Geschäftsführer der LVS Schleswig-Holstein. Nachdem in den vergangenen Jahren die Themen Finanzierung und Organisation des Nahverkehrs im Vordergrund standen, erhofft Bernhard Wewers sich vom Projekt Deutschland-Takt nun eine neue Diskussion über einen besseren Nahverkehr für die Fahrgäste.
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Hans Leister war 1991-1994 als Projektleiter auf Seiten des Landes Brandenburg für die Konzeption des Regionalverkehrs Berlin-Brandenburg tätig. 1994-2000 Regionalbereichsleiter DB Regio und DB-Konzernbeauftragter für Brandenburg. Wechsel zum Wettbewerber Connex (heute Veolia), ab 2006 Aufbau der deutschen Präsenz von Keolis. Seit 2013 Tätigkeit als Bereichsleiter für Nahverkehrs- und Qualitätsmanagement beim Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg. Hans Leister ist seit 1971 SPD-Mitglied, seit 1994 Transnet-Mitglied und seither auch politisch in der Bahndiskussion engagiert.
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Karl-Peter Naumann vom Hauptberuf Dipl.-Chemiker und in der Biotechnologie-Branche tätig engagiert sich seit mehr als 30 Jahren für den Öffentlichen Verkehr aus Sicht der Fahrgäste, die als Kunden und nicht als Beförderungsfälle angesehen werden wollen. Seit 12 Jahren ist er Vorsitzender des Fahrgastverbands PRO BAHN, darüberhinaus ist er im Vorstand der Allianz pro Schiene, im BDEF als Vorsitzender des Fahrgastbeirats in Schleswig-Holstein aktiv. Sein Ziel : ein attraktiver Bahnverkehr für alle im Deutschland – Takt.
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Andreas Schulz ist bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft als Abteilungsleiter Planung u.a. für die Fahrplangestaltung des Regional- und S-Bahnverkehrs in ganz Bayern zuständig. Anfang der 90er Jahre war er bei der Deutschen Bundesbahn Projektleiter für die Einführung der ersten Pilotprojekte von Integralen Taktfahrplänen im Nahverkehr. Bayern ist als großes Bundesland besonders stark vom Rückzug des Fernverkehrs und der Inaktivität des Bundes als Aufgabenträger für den Fernverkehr betroffen. So zog sich der Fernverkehr aus den Relationen München-Regensburg-Leipzig, München/Nürnberg-Prag, München-Oberstdorf, Nürnberg-Dresden, Stuttgart-Würzburg-Erfurt, Lindau-Stuttgart und zuletzt Augsburg-Nürnberg zurück. Weitere Rückzugsmaßnahmen, insbesondere Augsburg-Würzburg, sind für die nächsten Jahre bereits angekündigt. Ein schlüssig abgestimmter Integraler Taktfahrplan wird darüber hinaus durch Tarifdifferenzierungen zwischen Fern- und Nahverkehr erheblich erschwert.
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