Aktuelles

21. November 2017

13. Berliner Bahngespräche:
Konsens für Deutschland-Takt

Die 13. Berliner Bahngespräche am 21. November in Berlin signalisierten einen breiten Konsens für den Deutschland-Takt.
Rund 160 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft waren gekommen, um über die Zukunft des Schienenverkehrs in Deutschland zu diskutieren.
Der Deutschland-Takt kann die Verlagerung von mehr Verkehr auf die Schiene leisten, sowohl im Personen-, wie auch im Güterverkehr. Einhellig betonten die Redner und Teilnehmer der 13. Berliner Bahngespräche, zu denen die Bundesarbeitsgemeinschaft des Schienenpersonennahverkehrs (BAG-SPNV) eingeladen hatte.
Enak Ferlemann, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), nannte den Deutschland-Takt eine „große Chance für Deutschland“. Ein getakteter Personenverkehr erleichtere das Umsteigen das Reisen auf die Bahn Eine Entlastung der Straße sei durch Systemtrassen auch für den Güterverkehr möglich, weil der Güterverkehr schneller und günstiger werde. Der Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 vor allem auf die Beseitigung von Engpässen auf Hauptachsen und in wichtigen Verkehrsknoten ausgerichtet. In der neuen Legislaturperiode müsse konsequent der BVWP 2030 weiter umgesetzt werden, damit der Ausbau der Kapazitäten auf der Schiene stattfinde, der sich am Fahrplan des künftigen Deutschland-Takts orientiert.
Auch Winfried Hermann, Minister für Verkehr des Landes Baden-Württemberg, stellte klar, dass zum Deutschland-Takt keine Alternative gebe, doch reiche es nicht, sich dabei auf den Personenfernverkehr zu konzentrieren. Es sei wichtig, bei der Einführung des Deutschland-Takts die Länder zu beteiligen, damit die Gesamttaktung von Fern- und Nahverkehr zusammenpasst.
Für die Initiative Deutschland-Takt begrüßte Hans Leister die eindeutigen Plädoyer für die Umsetzung des Deutschland-Taktes. Es sei ein klares Signal an künftige Regierungen, dass die Umsetzung des Deutschland-Takts in dieser Legislaturperiode erfolgen müsse.

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14. September 2017

Stellungnahme zum Sondergutachten der Monopolkommission

Initiative Deutschland-Takt zu SG 76 Monopolkommission

Erfreulicherweise stellt die Monopolkommission dar, dass die Entscheidung für einen freien Netzzugang
in Deutschland im Zuge der Bahnreform 1994 nicht Wildwuchs bedeuten muss. Der heutige, ungeregelte
„Open Access“, d.h. jeder Betreiber wünscht sich eine x-beliebige Trasse (Fahrplanlage) und
kann praktisch jede Strecke mit x-beliebigen Zugkonfigurationen befahren, ist keineswegs europarechtlich
vorgegeben.

Die Darstellung der Zielsetzung des Deutschland-Takts ist in dem Sondergutachten jedoch unvollständig. Die Stellungnahme nennt die wesentlichen Ziele und Effekte eines Deutschland-Taktes und stellt insbesondere den Begriff des Taktknotens dar. Weiter nimmt die Initiative zur Frage des Wettbewerbs auf der Schiene Stellung und zur Frage des Verhältnisses von Deutschland-Takt und den Tarif für den Personenverkehr.

Initiative Deutschland-Takt zu SG 76 Monopolkommission

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Juli 2017

Sondergutachten der Monopolkommission

Im Juli 2017 hat die Monopolkommission ein Sondergutachten„Bahn 2017 :Wettbewerbspolitische Baustellen“ (Sondergutachten 76 gemäß § 78 ERegG) veröffentlicht. Die Monopolkommission hat darin klargestellt, dass das Europarecht der Vergabe von Systemtrassen nicht entgegensteht. Die Monopolkommission hat sich auch mit dem Deutschland-Takt auseinandergesetzt.  Die Initiative Deutschland-Takt Fachgespräch SPFV in Deutschland – Rochlitz und aufzeigen, dass einigen Aspekte zu Funktion und Bedeutung des integralen Takts korrekturbedürftig sind.

Das Sondergutachten kann hier heruntergeladen werden.

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27.3.2017

Vom Fahrplan 2030 zum Fahrplan 2030 plus

Über die 2017 laufende Arbeit am Fahrplan für den Deutschland-Takt im Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur

Ausgehend vom Bundesverkehrswegeplan und den dort bereits geplanten Maßnahmen entwickelt das Bundesverkehrsministerium mit den Auftragnehmern des Projekts unter Führung der Schweizer Firma SMA zunächst einen Fahrplan für das Jahr 2030. Dieser Fahrplan stellt die Planung für den Fall dar, dass „nur“ die im BVWP definierten Maßnahmen (laufende Maßnahmen und Maßnahmen des vordringlichen Bedarfs) bis 2030 umgesetzt werden, nicht die zusätzlichen Maßnahmen zur Optimierung eines Deutschland-Takts und zur Kapazitätssteigerung.

Ausgehend von diesem „Fahrplan 2030“ soll erst im nächsten Schritt ein „Fahrplan 2030 plus“ mit zusätzlichen Maßnahmen für Deutschland-Takt und Kapazitätssteigerung entwickelt werden.

Dieses Vorgehen ist nach der Logik des Bundesverkehrswegeplans notwendig, da für die jeweiligen Einzelmaßnahmen der Nutzen der Maßnahme durch Vergleich des „Planfalls“ mit einem Bezugsfall nachgewiesen werden muss. Bei netzweiten Verbesserungen durch kleinteilige lokale Maßnahmen ist der Nutzen nur nachweisbar, wenn der Fahrplan, der sich mit der Summe solcher kleinteiliger Maßnahmen ergibt (Fahrplan 2030 plus), im Vergleich mit dem sich sonst ergebenden Fahrplan (Fahrplan 2030) deutliche Verbesserungen aufweist.

Derzeit läuft das Verfahren, um für den Fahrplan 2030 die Planungen der Länder für den SPNV einzubringen und somit den Fahrplan 2030 als Bezugsfall fertigzustellen.

Erst im Anschluss daran soll im zweiten Halbjahr 2017 – ebenfalls unter Beteiligung der Länder – der Planfalls des „Fahrplans 2030 plus“ erstellt werden, auf der Grundlage der zusätzlichen Maßnahmen für den Deutschland-Takt und die Kapazitätssteigerung. Erst damit entsteht der eigentliche Fahrplan des Deutschland-Takts, der dann den „Planfall“ darstellt. Dieser Fahrplan 2030 plus wird erst im Jahr 2018 definiert sein.

Dieses Verfahren klingt kompliziert, ist aber aufgrund der Gegebenheiten der Bundesverkehrswegeplanung notwendig. Wichtig ist: Der Fahrplan 2030, der jetzt erstellt wird, ist nicht der Fahrplan eines Deutschland-Takts, sondern nur der Bezugsfall für die Begründung der Maßnahmen für den Deutschland-Takt! Relevant wird hoffentlich nur der Fahrplan 2030 plus, für den die zusätzlichen Maßnahmen vorzusehen sind.

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30.11.2016

Fahrplanbasierte Infrastrukturentwicklung im Bundesverkehrswegeplan 2016

In einem Folgeprojekt zur Machbarkeitsstudie zum Deutschland-Takt wird im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums ein Planfall entwickelt, um BVWP-Zielnetz und Deutschland-Takt auf einander abzustimmen. Dazu werden ggf. weitere fahrplanfeine bzw. mikroskopische Untersuchungen der Schieneninfrastruktur durchgeführt. Anschließend wird dieser Planfall Deutschland-Takt unter Berücksichtigung des Reisezeitnutzens gesamtwirtschaftlich bewertet. Dabei werden u.a. auch die Anbindungen der Städte Bad Hersfeld, Darmstadt, Günzburg und Minden betrachtet.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Über diese direkten Links sind weitere Umerlagen zugänglich:
In einer Präsentation wird diese Umsetzung des Ziels „Deutschland-Takts“ umfassend dargestellt und auch ein Zielnetz dargestellt.

Die „Linienanalysen und Knotenentwicklungen aus der Angebotskonzeption des Zielnetzes des BVWP 20“ sind ebenfalls verfügbar.

Noch tiefer gehende Details konnen in „Bedienung ausgewählter Orte im Zielfahrplan 2030“ nachgelesen werden.

Eine Netzgrafik ist ebenfalls verfügbar.

Die Machbarkeitsstudie selbst ist hier nachzulesen.

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24.11.2016

Eisenbahnbranche will Deutschland-Takt

Erstmals haben die acht Verbände der deutschen Eisenbahnbranche gemeinsam drei politische Kernforderungen zur Bundestagswahl 2017 und für die kommende Legislaturperiode präsentiert. Zusammen mit den politischen Entscheidern im Bund und in den Ländern wollen sie sich in den kommenden Jahren für die Einführung des Deutschland-Takts, für die Halbierung der Schienenmaut und für die Förderung von Innovationen im Schienenverkehr einsetzen.

Weitere Informationen bei der Allianz pro Schiene.

Direkt zur Broschüre mit den Forderungen

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17.11.2016

Deutschland-Takt auf den 34. Horber Schienen-Tagen

Die 34. Horber Schienen-Tage behandelten in zwei Vorträgen den Deutschland-Takt.
MDirig Hugo Gratza, Leiter der Unterabteilung Eisenbahne des BMVI (Bundesministerium für Verkehr…) stellte den „Deutschland-Takt aus Sicht des Bundes“ vor. Die Vortragsfolien stehen hier zur Verfügung.
* Rainer Engel referierte zum Thema „Grundgesetz und Deutschland-Takt: Welche Gesetze muss, welche sollte der Bund ändern?“ Die Textfassung des Vortrages steht hier zur Verfügung.

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9. 11. 2016

SPD-Bundestagsfraktion befürwortet Deutschland-Takt

Die SPD-Bundestagsfraktion hat am 9. 11. 2016 zu einem „Schienengipfel“ in den Deutschen Bundestag eingeladen. Dort stellten die Verkehrs-, Wirtschafts- und Umweltpolitiker der Fraktion ihr Impulspapier „Mehr Verkehr auf die Schiene – die Politik ist am Zug.“ vor. Es enthält konkrete Maßnahmen für einen „Schienenpakt 2030“ zwischen Politik und Wirtschaft.

Zu den Forderungen des Impulspapiers gehrt „Maßnahme 6: Den Schienenpersonenverkehr im Takt fahren“. Unter „Maßnahme 7: Alle Oberzentren bis 2030 flächendeckend an den ICE/IC-Personenfernverkehr anschließen“ heißt es unter anderem: „Die Anbindung aller Oberzentren und möglichst vieler Mittelzentren an den Schienenpersonenfernverkehr bis 2030 ist die zentrale Voraussetzung für den Umstieg der Menschen auf die Eisenbahn. Dieses Ziel kann mit der Umsetzung des Deutschlandtaktes weitgehend erreicht werden.“

Zum Impulspapier

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27.4.2016

Deutschland-Takt wird Grundlage für den Bundesverkehrswegeplan 2030

Der Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030, den Bundesverkehrsminister Dobrindt nun vorgelegt hat, bringt einen entscheidenden Fortschritt bei der Infrastrukturplanung. Anders als bisher werden nun in Zukunft neue Schienen-Ausbauprojekte auf Basis der Kapazitätsengpässe im Netz und eines künftigen Taktfahrplans mit besseren Anschlüssen konzipiert und priorisiert.
Das ist das positive Ergebnis der Arbeit der Initiative Deutschland-Takt und, der auf seine Initiativeerstellten Studie über die Machbarkeit des Deutschland-.Takt, die das Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegeben hatte. Anders als bisher werden nun in Zukunft neue Schienen-Ausbauprojekte auf Basis der Kapazitätsengpässe im Netz und eines künftigen Taktfahrplans mit besseren Anschlüssen konzipiert und priorisiert

Im Jahre 2008 hat sich eine Initiative von Fachleuten aus verschiedenen Verbänden, Institutionen und Unternehmen im Bereich des Schienenverkehrs gegründet mit dem Ziel, in Deutschland für die Planung eines integrierten Verkehrsnetzes in einem abgestimmten Takt aus Schienen-Fernverkehr, Regional- und Zubringerverkehr zu werben.

Alle Bundesländer haben im Schienenregionalverkehr längst Taktfahrpläne mit abgestimmten Anschlüssen eingeführt. Rund 90% des gesamten Schienenpersonenverkehrs wird von Zügen mit „nullsymmetrischen Taktfahrplänen“ erbracht, d.h. diese Taktsysteme sind miteinander kompatibel.

Der wesentliche noch fehlende Baustein für ein zukunftsweisendes Verkehrssystem nach dem Prinzip „Deutschland-Takt“ war, dass der Infrastrukturausbau in der Vergangenheit meist ohne Berücksichtigung des Fahrplans und damit ohne Berücksichtigung der Taktsysteme erfolgt ist.

Im BWVP sind erstmals 750 Mill. Euro für noch nicht konkret geplante Verbesserungsmaßnahmen vorgesehen, um die für den Deutschland-Takt entscheidend wichtigen vielen kleinen Verbesserungen (zusätzliche Ein- und Ausfahrmöglichkeiten in den Bahnhöfen, Gleise und Weichenverbindungen, Signale und ähnliches) nachrüsten zu können.

Um optimale Fahrpläne mit guten Anschlüssen für die Fahrgäste (und ausreichend Fahrmöglichkeiten für den Güterverkehr) sicherzustellen, sind insbesondere solche kleinen Maßnahmen im vordringlichen Bedarf vorzusehen. Eine ausreichende Finanzierung dieser kleinen Maßnahmen wie auch der Knotenausbauvorhaben ist dabei notwendig; die Initiative erwartet daher eine wesentliche Aufstockung dieser Position.

Der Hauptteil der Arbeit am künftigen Fahrplanangebot für die Nutzer des öffentlichen Verkehrs in Deutschland beginnt jetzt erst:

Der Deutschland-Takt soll auch im kommenden Bundesschienenwege-Ausbaugesetz als Grundlage für den zukünftigen Infrastrukturausbau auf der Schiene festgeschrieben werden. In einem mehrjährigen Verfahren müssen die Planungen für das künftige Taktsystem des Fernverkehrs mit der Weiterentwicklung der regionalen Taktfahrplansysteme in den Bundesländern und den Anforderungen des Güterverkehrs abgestimmt und sämtliche Infrastrukturmaßnahmen des vordringlichen Bedarfs im Sinne der Ziele des Deutschland-Takts im Detail ausgeplant werden.

Dieses Verfahren ist nur iterativ und in enger Abstimmung mit den Aufgabenträgern des Schienenpersonennahverkehrs möglich. Um diese Arbeit bewältigen zu können, hat das Bundesverkehrsministerium bereits eine mehrjährige Unterstützungsleistung durch ein Fachinstitut beauftragt.

„Die Signale für den Deutschland-Takt stehen jetzt auf grün“, so stellten die Gründer und Mitwirkenden der Initiative Deutschland-Takt einmütig fest, und weiter:

„Das Bundesverkehrsministerium hat mit dem Entwurf des Bundesverkehrswegeplans den Grundstein für einen Deutschland-Takt gelegt, die eigentliche Arbeit beginnt nun allerdings erst. Wir hoffen dabei auf eine gute Zusammenarbeit zwischen dem Bundesverkehrsministerium, den vom Ministerium beauftragten Dienstleister, den Bundesländern, den Aufgabenträgern und Eisenbahnverkehrsunternehmen und nicht zuletzt der Deutschen Bahn, die mit den Infrastrukturbereichen, aber auch mit der DB Fernverkehr AG die Umsetzung ermöglichen muss.“

Ein zukunftsweisendes Taktverkehrssystem für Deutschland kann nur im Team und in Zusammenarbeit aller Beteiligten geschaffen werden. Darum wird es in den nächsten Jahren gehen. Die Initiative Deutschland-Takt wird dies weiter begleiten.

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Grüne fordern Deutschland-Takt

Die Bundesregierung soll den Deutschland-Takt umsetzen. Dies fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einem Antrag (Bundestagsdrucksache 18/7554).

Deshalb soll sie auf einem gemeinsamen Beschluss von Bundestag und Bundesrat hinwirken, der eine entschlossene und zielstrebige Einführung eines bundesweiten Deutschland-Taktes sowie eine frühzeitige und umfangreiche Einbindung der Öffentlichkeit zum Ziel hat. Weiter soll sie eine aktive Rolle zur Förderung des Verkehrsträgers Schiene einnehmen und innerhalb eines Jahres eine ambitionierte und nachvollziehbare Wachstumsstrategie für den Schienenverkehr vorlegen.

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1.2.2016

Vorträge zum Deutschland-Takt:
Bundesverkehrswegeplan 2015 – Neue Perspektiven für die Schieneninfrastruktur

Ein Vortrag von Dipl.-Ing. Florian Böhmb gab vorab einen aktuellen Ausblick auf die bevorstehenden Beteiligungsmöglichkeiten und die Neuigkeiten in der Methodik des BVWP. Florian Böhm ist Technischer Regierungsdirektor im Referat Bundesverkehrswegeplanung, Investitionspolitik des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)

Dabei liegt der Schwerpunkt auf den für die Eisenbahninfrastruktur wichtigen Innovationen wie einer 3D-GIS-gestützten Kosten- und Trassenplausibilisierung, Korridorbetrachtungen oder der fahrplanbasierten Infrastrukturentwicklung. Im Vortrag und der anschließenden Diskussion soll erörtert werden, wie ein BVWP entsteht und wie sich Interessierte an dem Prozess beteiligen können.

Ankündigung und Folien zum Vortrag finden Sie hier.

 

Ältere Informationen finden Sie im Archiv.